Zum Inhalt springen

Neues aus der Hirnforschung

Weil es ausgesprochen inspirierend ist, über den Tellerrand zu blicken, sind wir Mitglied bei der Akademie für neurowissenschaftliches Bildungsmanagement geworden. Und staunen regelmäßig über neue Erkenntnisse der Hirnforschung. Daran möchten wir Sie gerne teilhaben lassen. Entsprechend finden Sie hier die aktuellen Newsletter der AFNB.

Effekt nachgewiesen: Musik, Gerüche und Farben wirken auf Kundinnen und Kunden

AFNB – 14.11.2016

Handel und Gastronomie setzen seit langem atmosphärische Stimuli wie Musik, Gerüche und Farben ein, um das Konsumentenverhalten zu beeinflussen. 

Bisher war die wissenschaftliche Befundlage zu den Effekten heterogen, sodass es schwer war, schlüssige Verallgemeinerungen zu formulieren. Ein Forschungsteam hat die Daten aus 66 unterschiedlichen Studien im Rahmen einer Metaanalyse neu berechnet und konnte dabei zeigen, dass es signifikant-positive Effekte auf KundInnen durch den Einsatz von Musik, Gerüchen und Farben gibt.

Grundlage für die Metaanalyse waren 66 experimentelle Studien mit 74 Datensätzen aus den Jahren 1982 bis 2016 mit insgesamt über 15.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die im Schnitt 33,2 Jahre alt und mehrheitlich (61 Prozent) weiblich waren. Die StudienautorInnen Holger Roschk (Abteilung für Dienstleistungsmanagement der Alpen-Adria-Universität), Sandra M.C. Loureiro (Business Research Unit, Universitário de Lisboa) und Jan C. Breitsohl (School of Management & Business, Aberystwyth University) stellten ihre Forschungsergebnisse kürzlich im renommierten Journal of Retailing vor.

„Wir konnten zeigen, dass sich auf aggregierter Ebene zuverlässige Reaktionsmuster im Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten auf eine atmosphärische Stimulation durch Musik, Gerüche und Farben einstellen“, fasst Holger Roschk die Ergebnisse zusammen. Den Kundinnen und Kunden sei demnach auch häufig nicht bewusst, dass Musik, Gerüche oder Farben in den Geschäfts- bzw. Gastronomieräumlichkeiten zum Einsatz kommen

mehr Infos

Quelle: Alpen-Adria Universität Klagenfurt/Wien/Graz

 

Bisher in den News:

Menschliches Erinnerungsvermögen stärker ausgeprägt als bisher angenommen
(vom 12.09.2016, Link öffnet Seite der Studienstiftung Institut Ranke-Heinemann)

Wie im Gehirn „Aufmerksamkeit“ entsteht
(vom 03.06.2016, Link öffnet externe Pressemeldung)

%d Bloggern gefällt das: