Neues aus der Hirnforschung

Weil es ausgesprochen inspirierend ist, über den Tellerrand zu blicken, sind wir Mitglied bei der Akademie für neurowissenschaftliches Bildungsmanagement geworden. Und staunen regelmäßig über neue Erkenntnisse der Hirnforschung. Daran möchten wir Sie gerne teilhaben lassen. Entsprechend finden Sie hier die aktuellen Newsletter der AFNB.

Besser ein „Nein“, als gar keine Antwort.

AFNB – 09.06.2017

Wer einen sozialen Ausschluss erlebt, benötigt nur ein Minimum an Aufmerksamkeit, um seine negativen Gefühle zu reduzieren. 

Auch Absagen oder unfreundliche Kommentare fördern das Wohlbefinden mehr als von anderen Personen ignoriert zu werden. Diese Erkenntnis hat wichtige Implikationen für die Behandlung von Bewerberinnen und Bewerbern bei Auswahlprozessen, wie Psychologen der Universität Basel und der Purdue University in der Zeitschrift Personality and Social Psychology Bulletin berichten. Wenn sich mehrere Bewerberinnen und Bewerber für eine Arbeitsstelle interessieren, ist es unvermeidbar, dass nur eine Person eine Zusage und alle anderen eine Absage erhalten. Bei den erfolglosen Mitbewerbern werden durch die Zurückweisung, die einem sozialen Ausschluss gleichkommt, oft negative Gefühle ausgelöst.

Bisherige Forschung zeigte, dass Individuen sehr sensibel auf die kleinsten Anzeichen von sozialer Ausgrenzung reagieren. Denn diese gefährdet fundamentale Bedürfnisse des Menschen wie Zugehörigkeit, Selbstwertgefühl und Kontrolle. Ausserdem wird die eigene Wahrnehmung bedroht, eine Bedeutung für andere zu haben. Weil sich bisher wenige Studien der Frage widmeten, welche Faktoren zu einer Verbesserung der negativen Gefühle nach einer sozialen Ausgrenzung führen, haben Psychologen der Universität Basel und der Purdue University (USA) Rahmenbedingungen untersucht, die solche Situationen erträglicher machen.

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Quelle: Universität Basel

Bisher in den News:

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(vom 14.11.2016, Link öffnet Seite der Alpen-Adria-Universität)

Menschliches Erinnerungsvermögen stärker ausgeprägt als bisher angenommen
(vom 12.09.2016, Link öffnet Seite der Studienstiftung Institut Ranke-Heinemann)

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(vom 03.06.2016, Link öffnet externe Pressemeldung)