Gedanken-Gut #3: Drei Sätze zur Stellenausschreibung

Die Arbeitswelt ist geprägt von Ideen und Konzepten aus dem letzten Jahrhundert. Wenn Menschen nach wie vor Produktionsfaktoren und Prozesse Effizienzgaranten sind, ist es mit der Mitarbeiterorientierung nicht weit her. Drei Erkenntnisse aus unserem Arbeitsalltag.

  1. Natürlich basiert Erfolg auf handelnden Personen und deshalb brauchen wir keine Mitarbeiter, sondern Mitstreiter.
  2. Bewerber sind nicht monogam und suchen sich im Laufe ihres Lebens mehrere Job-Affären, teilen wir also ihre Lust auf Abwechslung, Diversität und Weiterentwicklung.
  3. Ein Arbeitsverhältnis im traditionellen Sinne ist statisch, verklausuliert und formal; eine Job-Affäre ist dynamisch, abwechslungsreich und macht Lust auf Leistung.

2 Kommentare

  1. Habe Deine HomePage bei Bikablo-Kommentar gesehen und finde den Gedanken über eine Job-Affäre erfrischend.

    Meine Fragen dazu:
    Bedeutet eine Affäre eine Untreue? Muss man (s)einem Job true bleiben? Ist die Job-Treue kontrageil und eine Affäre hipp? Oder macht eine Job-Affäre vielen schlechtes Gewissen? Gibt es auch ein Job-Gewissen oder Job-Sünden? Ist für manche ein Job eine Religion und sie versuchen den Fegefeuer der Scheidung zu vermeiden? Und was passiert, wenn sich die Affäre als ein „Griff ins Klo“ entpuppt? Kann ich danach weitere Affären haben? Oder bin ich dann ein Profi-Job-Affäre-Mann und betreibe Job-Prostitution? Muss ich dafür Steuer zahlen?

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    1. Steuern zahlen. Auf jeden Fall Steuern zahlen. Vergnügungssteuer ;-)))

      Danke für deine Anregungen, Dan!
      Wie ich lese, entspinnt sich ausgehend von unserem Gedanken ein ganzer Fragenkatalog in deinem Kopf. Insofern Ziel erreicht, wir haben dich zum Nachdenken angeregt. Die Metapher selbst soll verdeutlichen, dass wir heutzutage immer weniger Menschen mithilfe formaler Prozesse und glatt gebügelter Anwerbungsverfahren gewinnen können. Wie heißt es so schön: Everybodys‘ darling is nobodys‘ favorite.
      Arbeitgeber und ihre Jobs sind selten hochglanzpoliert. Ecken und Kanten sorgen für Reibung, Reibung für Entwicklung. Ehrlich auftreten, sagen was man kann und was nicht – das bringt Menschen zusammen. Und da die Loyalität zu einem Job und Arbeitgeber generell eher abnimmt, kann man in diesem Zusammenhang ruhig mal von einer Affäre sprechen. Wie die ausgestaltet wird, ist wiederum eine Frage der Arbeitgeber- und Mitarbeiterpersönlichkeiten 😉

      In diesem Sinne menschmarkige Grüße!

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