Der Begegnungsquotient – und der Unterschied im Marketing

Entscheidungen basieren auf Präferenzen, die sich aufgrund prägender Erfahrungen manifestieren. Diese wiederum bedingen, was jemand als nützlich oder begehrenswert empfindet und was nicht. Deren Kombination ist meist höchst individuell und äußerst schwer zu durchschauen – selbst für die betroffenen Personen.

So ist es kein Wunder, dass Entscheidungen meist emotional getroffen und rational begründet werden. Doch wie lässt sich damit erfolgversprechend im Kontext von Marketing und Kommunikation umgehen?

Der Begegnungsquotient bq+ ® ist ein neuer Ansatz in der Betrachtung von Vermarktungsprozessen. Er kombiniert Wissen aus Marketing und Kommunikation mit Erkenntnissen aus der Psychologie, Soziologie und Neurowissenschaft. Im Fokus stehen erinnerungswürdige Markenerlebnisse. Für das Personalmarketing schafft dieser Ansatz eine ganze Reihe zusätzlicher Differenzierungsmöglichkeiten.

Der Begegnungsquotient ist, wie der Name schon sagt, ein qualitativer Begriff, der zwar objektivierbare Indikatoren beinhaltet, sich jedoch nicht unbedingt objektiv, sondern eher subjektiv beurteilen lässt. Und das ist beabsichtigt, da es für ein gutes Gefühl auch kein Rezept gibt. Vielmehr hängt das jeweilige Erleben gemäß der Aussage „Wahrnehmung ist Realität“, von der Perspektive und somit auch von der Person ab, die sie anwendet. In puncto Arbeitsplatz- und Arbeitgeberattraktivität ist das ganz gewiss ebenfalls so.

Mit dem bq+ ®wollen wir Unternehmen explizit davor schützen, sich allzu sehr auf vorhandenes Wissen zu verlassen bzw. davon abhängig zu machen und stattdessen mehr auf gesunden Menschenverstand, implizites Organisationswissen sowie auf Bauchgefühl oder Intuition zu setzen. Das Ganze jedoch mit einer gewissen Systematik, sodass trotz individueller Betrachtungsweise eine Vergleichbarkeit hinsichtlich der Performance einzelner Elemente möglich wird.

Mit anderen Worten: Wir wollen Sie aktiv dabei unterstützen, sich bei den Aktivitäten Ihres Unternehmen immer wieder darüber klar zu werden, ob diese in ihrer individuellen Wirkung auf einzelne Zielgruppen oder Personen zielführend sind oder nicht.

Mithilfe des Begegnungsquotienten lässt sich die Wirksamkeit der Kontakte bewerten, die Organisationen mit ihren Zielgruppen haben. Und zwar unabhängig davon, ob diese medial oder persönlich erfolgen.

Aus Sicht der Zielgruppen sorgt das Zusammenspiel von drei Teilaspekten für Begegnungsqualität:

  • Ist die Markenkommunikation echt? Dann besitzt sie Überzeugungs-Kraft.
  • Ist die Markenkommunikation lebendig? Dann überrascht sie mit Erlebnis-Charakter.
  • Ist die Markenkommunikation persönlich? Dann entwickelt sie einen Begehrens-Wert.

Eine Grafik, die die Zusammensetzung des Begegungsquotienten zusammenfasst

Der Grad von Echtheit, Lebendigkeit und Persönlichkeit im Kontakt mit den Adressaten kann in Bezug auf jede einzelne Maßnahme konkret ermittelt werden – sowohl in Eigenregie als auch im Expertenmodus inklusive Wettbewerbsvergleich und/oder Zielgruppensicht.

Je echter, lebendiger und persönlicher ein Kommunikationsmittel ausfällt, umso höher ist sein Potenzial Begegnungsqualität zu erzeugen.

 

Aus den kumulierten Teilergebnissen ergibt sich der Begegnungsquotient bq+. Er wird aus den Zwischensummen der Kategorien „Candidate Journey“ und „Candidate Relations“ gebildet und zeigt in Form einer prozentualen Maßzahl (bq+ ®max = 100%) auf, wie gut es einer Organisation derzeit gelingt, qualitativ hochwertige Begegnungen mit ihren Zielgruppen über die gesamte Maßnahmenpalette hinweg herbeizuführen.

Somit kann der bq+ ® als Kenngröße und auch als aktives Steuerungsinstrument für das gesamte Employer Branding und Personalmarketing eines Unternehmens verwendet werden.